Mainzer Domchor, o. Sign.

In Bearbeitung!

 

Cantatorium

Pergament - IV + 73 III Bl. - cm - Mainz(?) - ca. 1450-1480

 

Schrift und Ausstattung

Textura; einfache Initialen und große Cadellen. Überwiegend Hufnagelnotation; zweistimmige Teile mit schwarzer und weißer Quadratnotation.

 

Geschichte der Handschrift

Ein Eintrag Ir lässt "Aedithuus templi B.M.V." erkennen, was nach Köllner belegt, dass die Handschrift dem Glöckner einer Marienkirche, vielleicht Liebfrauen (S. Marien ad gradus) in Mainz, gehört habe. Der Inhalt belegt mehrfach die Anlage für eine Stiftskirche. Mehrere Einträge von Andreas Eckholt aus dem 17. Jh. Möglicherweise von ihm nach Mainz gebracht.

 

Literatur

Köllner, Georg Paul: Der Accentus Moguntinus. Ein Beitrag zur Frage des "Mainzer Chorals", Diss. masch. Mainz 1950, S. 80.

Köllner, Georg Paul: Eine Mainzer Choralhandschrift des 15. Jahrhunderts als Quelle zum "Crucifixum in carne", in: Archiv für Musikwissenschaft 19-10, 1962, S. 208-212.

Körndle, Franz: Das zweistimmige Notre-Dame-Organum "Crucifixum in Carne" und sein Weiterleben in Erfurt (Münchner Veröffentlichungen zur Musikgeschichte 49), Diss. München 1990, Tutzing 1993.

Körndle, Franz: Mainz in der Musikgeschichte des 15. Jahrhunderts, in: Michael Matheus (Hrsg.): Lebenswelten Johannes Gutenbergs (Mainzer Vorträge 10), Stuttgart 2005, S. 169-188, hier 177, 181.

 

Abbildungen

9v [Körndle 2005, S. 180]

10r [Körndle 2005, S. 180]

9v-10r [Köllner 1962, Abb. 2]

11v-12r [Köllner 1962, Abb. 1]

68v-69r [Köllner 1962, Abb. 3]

 

Einband

Renaissanceeinband mit zwei Schließen.

 

Inhalt

Ir Index.

Solistische Gesänge für das die Sonn- und Festtage des Kirchenjahrs und ausgesuchte Heiligenfeste, u.a.:

- 9v-10r Crucifixus in carne, zweistimmig.

- 12r Crucifixus in carne, einstimmig.

- 68v-69r Crucifixus in carne, zweistimmig.